Hügelige Landschaft auf Sri Lanka

Ceylon Tee

Unter Ceylon-Tee versteht man üblicherweise Schwarzteesorten, die auf Sri Lanka angebaut werden; seltener handelt es sich auch um Grüntee. Schwarztee aus Sri Lanka ist bekannt für einen mittelkräftigen, leicht malzigen Geschmack und seinen typischen Rotstich in der Teetasse. Je nach Sorte ergeben sich frische Noten, die an Zitrusfrüchte erinnern, oder herbe Noten, die an Schokolade erinnern.

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Beschreibung

Die drei größten Anbaugebiete für Ceylon-Tee sind Uva, Dimbula und Nuwara Eliya. Besonders hochwertige Sorten wachsen hier in Höhen von bis zu 1200 Metern. Bei der Ernte wird nach dem Prinzip two leaves and a bud sorgfältig per Hand gepflückt, also je eine ungeöffnete Knospe und zwei Blätter. Anschließend wird die Ernte zur Weiterverarbeitung in Fabriken gebracht, in welchen die Blätter zur Trocknung auf Tröge gelegt werden, wobei stets eine optimale Luftzirkulation gewährleistet wird. Auf diese Weise wird den Blättern Feuchtigkeit entzogen bevor sie im nächsten Schritt, heute meist maschinell, gerollt werden. Bei dem Rollen werden die Zellstrukturen gebrochen und der für Schwarztee entscheidende chemische Prozess der vollständigen Oxidation wird losgetreten. Damit die Oxidation bestmöglich vonstatten geht, werden die Blätter kontrollierten Luftströmen ausgesetzt. Im letzten Schritt werden sie nach Blattgeraden gesiebt und verpackt.

Ceylon-Tee ist dafür bekannt, dass er sich gerade in hartem Wasser besonders wohl fühlt und seine malzigen Aromen voll entfaltet. In einigen Kulturen wird er gerne mit einem Spritzer Zitronensaft oder auch einem Schuss Milch verfeinert. In Sri Lanka selbst wird er mit frischem Ingwer genossen.

Geschichte

Die britische Herrschaft über Sri Lanka, das damalige Ceylon, begann 1796. Teeanbauversuche der britischen Kolonialmacht starteten in den 1840ern Jahren und verliefen erfolgreich. Dennoch dauerte es noch einige Jahre bis zur ersten Teeplantage. 1852 siedelte sich der Schotte James Taylor auf dem Loolecondera Estate in Galaha an. 15 Jahre später startete er dort den Aufbau einer 7,5 Hektar großen Teeplantage. In den 1870er Jahren kam es zu einer großen Krise in der Region, als der Pilz Hemileia vastatrix, bekannt als Kaffeerost, die dort angebauten Kaffeepflanzen zerstörte. Diese Katastrophe führte dazu, dass Plantagenbesitzer Alternativen suchten. Als sich herausstellte, dass die Teepflanze dem Pilz gegenüber unempfindlich war, erlebte der Teeanbau einen starken Aufschwung.

Im Jahre 1873 debütierte das dort hergestellte Produkt unter dem Namen “Ceylon Tee”, als die ersten Pfunde des Tees nach London exportiert wurden.

1948 wurde die Kolonie Ceylon unabhängig von Großbritannien. Der Ländername wurde erst 1972 zur Gründung der Republik Sri Lanka und der Verabschiedung einer neuen Verfassung geändert.

Spannende Fakten

  • Die ersten Anbauversuche fanden mit Assam Teepflanzen aus Indien statt.
  • Es gibt ein offizielles Logo mit einem goldenen Löwen für Ceylon-Tee, das dem Sri Lanka Tea Board gehört und die Authentizität von Ceylon-Tee anzeigt. Um dieses Siegel verwenden zu dürfen, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein, u.a. dass es sich um 100% reinen Ceylon-Tee handelt, der auch innerhalb des Landes abgepackt wurde.

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